Jugendstilbad Darmstadt

Simon Nothhelfer, QualitätsTrainer und Betriebsleiter des Jugendstilbad Darmstadt teilt mit, warum SQD unter anderem zu mehr Wickeltischen in seinem Bad geführt hat.

Unternehmen: Jugendstilbad Darmstadt
Kategorie: Bäderbetriebe
Schwerpunkt: Badeerlebnis / Wellness
Beschäftigte: rund 60 Personen
Zertifizierung: Stufe II

Nachgefragt bei QualitätsTrainer Simon Nothhelfer, Betriebsleiter

Warum haben Sie sich zertifizieren lassen?

Die SQD ist ein strukturiertes System, mit dem man sich an den Wünschen der Gäste orientiert und einen kontinuierlichen Veränderungsprozess herbeiführt. Aus diesem Grund war es für uns genau das Richtige. Die relativ unkomplizierte Einführung des Systems und die Tatsache, dass die Instrumente individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Betriebes zugeschnitten sind, machte uns die Entscheidung für SQD leicht.

Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt?

Zunächst ging es um das Thema Beschilderung. An welchen Stellen kommt es zu Verwirrungen aufgrund der Orientierung? Wo müssen Hinweisschilder aufgehängt werden? Denn die verwinkelte Bauweise des Jugendstilbades stellt eine Herausforderung dar, durch die es schnell zu Orientierungsproblemen innerhalb des Gebäudes kommen kann. Gestresste Gesichter von Badegästen in nasser Bekleidung die ihre Schränke nicht finden können passen nicht in die sonst entspannungsfördernde Atmosphäre im Bad. Zusätzlich zu der verbesserten Beschilderung haben unsere Mitarbeiter gelernt ein Gespür dafür zu bekommen, wann ein Gast Unterstützung braucht – so versuchen wir immer weiterzuhelfen bevor der Gast überhaupt dazu kommt um Hilfe zu bitten.

Bei Familien mit kleinen Kindern ist uns aufgefallen, dass sie bessere Wickelmöglichkeiten brauchten. Denn vor allem in Schwimmbädern wird auf die Hygiene geachtet. Somit sind die Wickeltische nun mit Desinfektionsspendern anstatt nur mit Tüchern ausgestattet. Im Gastronomie-Bereich haben wir ein Kochbuch erstellt, in dem die Speisen mit den genauen Rezepten fotografisch festgehalten wurden. So merken selbst Stammgäste nicht, wenn ihr Lieblingsgericht mal von einem anderen Koch zubereitet wurde. Intern kam durch die Mitarbeiterbefragungen zum Vorschein, dass ein intensiverer Kontakt und Austausch mit der Geschäftsführung gewünscht war. Daraufhin wurden regelmäßig Feedbackgespräche eingeführt.

Wie schaffen Sie es, dass Servicequalität im gesamten Betrieb gelebt wird?

Die Mitarbeiter merken, dass es zufriedenere Gäste gibt und dass auch ihre Wünsche berücksichtigt werden. Zudem sind wir einer der ersten Betriebe, die mit QII in Hessen zertifiziert wurden. Wir wollen vor allem auch in Darmstadt Vorreiter für Servicequalität sein und das regt die Motivation unserer Mitarbeiter sicherlich auch noch an. Um den Servicegedanken im Alltag fest zu verankern haben wir bis jetzt vier Q-Coaches und einen Q-Trainer. Geplant ist es, noch mehr Mitarbeiter schulen zu lassen.